Scharlach, oder auch Scarlatina genannt, trifft häufig Kinder zwischen vier bis acht Jahren. Scharlach ist eine durch Streptokokken verursachte bakterielle Erkrankung, sodass sich auch Erwachsene anstecken können. Die Infektion erfolgt durch Tröpfchen- und Kontaktinfektion über den Mund- und Rachenraum, sodass Eltern von erkrankten Kindern die eigene Ansteckungsgefahr durch das Tragen eines Mundschutzes reduzieren können.
Die Symptome von Scharlach
Etwa zwei bis vier Tage nach der eigentlichen Ansteckung äußert sich Scharlach ähnlich einer Grippe. Das Kind bekommt Fieber und klagt über Kopf-, Hals- und Gliederschmerzen. Hinzu kommen Erbrechen und Beschwerden, die einer Mandel- oder Halsentzündung gleichen. Typisch für Scharlach ist jedoch die sogenannte “Himbeerzunge”. Die Zunge ist zunächst weiß belegt und wechselt ihre Farbe im Verlauf der Krankheit zu Himbeer-Rot. Zu den Symptomen von Scharlach gehören auch Hautausschläge und Rötungen am Körper, insbesondere an den Oberschenkeln, den Leisten sowie in den Armbeugen.
Die Behandlung von Scharlach
Schwere Verläufe von Scharlach sind zwar selten, trotzdem sollte bei Verdacht auf Scharlach immer ein Arzt konsultiert werden. In einigen Bundesländen gehört Scharlach noch immer zu einer meldepflichtigen Erkrankung. Der Arzt diagnostiziert Scharlach anhand eines Abstrichs der Rachenschleimhaut in Kombination mit einem Blutbild.
Zur Therapie wird für einen Zeitraum von mindestens zehn Tagen Antibiotika, insbesondere Penicillin, verabreicht. Nach einigen Tagen sollten Fieber und Schmerzen abklingen. Darüber hinaus werden fiebersenkende und schmerzlindernde Mittel eingesetzt.
Komplikationen
Scharlach ist eine Erkrankung, die unbedingt vernünftig auskuriert werden sollte. Bei allen durch Streptokokken verursachten Krankheiten können nach Wochen noch gesundheitliche Komplikationen eintreten. Diese äußern sich in Mittelohr-, Nieren- und auch gefährlichen Herzmuskelentzündung sowie rheumatischem Fieber.
