Diese Streptokokken Infektion ist zwar als Kinderkrankheit bekannt; anders als z. B. bei den Masern kann man aber auch bis ins Erwachsenenalter mehrfach erkranken. Dies liegt daran, dass es zahlreiche Streptokokkenstämme gibt – eine Immunität wird nur jeweils gegen das Toxin aufgebaut, das die aktuelle Krankheit verursacht hat.
Anstecken kann man sich über Tröpfcheninfektion im Mund- und Rachenraum, vor allem in Gemeinschaftseinrichtungen wie Kindergärten oder Schulen. Eine Schutzimpfung gibt es nicht.
Zwei bis vier Tage nach der Ansteckung machen sich die ersten Anzeichen bemerkbar: Typisch – und namensgebend - sind der tiefrot gefärbte Rachen und die geschwollenen Mandeln, weshalb die Erkrankten unter starken Schluckschmerzen leiden.
Weiterhin symptomatisch ist, dass die Zunge zunächst weiß belegt ist und sich später himbeerrot färbt. Schließlich zeigt sich nach einigen Tagen auch ein Ausschlag mit kleinen roten Flecken, wobei jedoch die Mundpartie frei bleibt.
Nach dem Abklingen der schlimmsten Krankheitsmerkmale kommt es zu einer Abschuppung der Haut an Händen und Füßen. Da die Infektion unter Umständen leichter ausfällt und daher nicht deutlich diagnostiziert werden kann, kann daran im Nachhinein noch Scharlach festgestellt werden.
In früheren Zeiten war die Scharlacherkrankung hoch gefährlich und endete wegen der möglichen Komplikationen oft tödlich. Um nur einige zu nennen: Entzündung der Nierenkörperchen; Mittelohr-, Nasen- oder Nebenhöhlenentzündung aufgrund von Eiterbildung; rheumatisches Fieber wegen einer allergischen Reaktion des Körpers, Herzentzündung; Toxischer Schock…
Heutzutage lässt Scharlach sich aber sehr gut mit Penicillin behandeln; auch Komplikationen treten heute eher selten auf. Bereits 48 Stunden nach Beginn der Antibiotikatherapie sind Erkrankte nicht mehr ansteckend.
