Sie finden Kuhdung als Heilmittel seltsam? Mitnichten!
Kuhdung als Heilmittel wird in allen Kulturen bereits seit Jahrhunderten zur Bekämpfung unterschiedlichster Krankheiten verwendet. Überlieferungen verschiedenster Behandlungsmethoden sind bekannt von den in Nord- und Südamerika lebenden Indianern, zahlreicher Volksstämme Afrikas, aus Asien und auch Skandinavien. Ja sogar in Büchern der europäischen Volksmedizin findet sich reichlich Erstaunliches und teilweise Vergnügliches.
So wurden zum Beispiel bei schweren Alkoholvergiftungen Patienten auf dem Land mit Erfolg bis zum Hals in einem Misthaufen eingegraben. Oder bei Husten und Keuchen, man vermischte Kuhdung mit frischer Butter und legte diese Mischung dem Patienten noch warm auf die Brust.
Aber all diese Kulturen haben eines gemeinsam: Sie betrachten Kuhdung als Heilmittel.
Das Kuhdung auch als Reinigungs- und Desinfektionsmittel eingesetzt wird, dürfte für unser modernes Verständnis befremdlich klingen. Verbinden wir doch mit Kuhdung hauptsächlich Schmutz. Aber auch heute noch werden in orientalischen Ländern sowie Ländern der dritten Welt Räume desinfiziert wie z.B. in Krankenhäusern. Dazu wird Kuhdung, vermischt mit unterschiedlichsten Kräutern, in eigens dafür vorgesehenen Behältnissen in den Räumen verbrannt.
Kuhdung enthält einen Penicillin ähnlichen Stoff, der durch die Rauchverteilung im Raum krankheitserregende Bakterien reduziert.
Mittlerweile wird in unserer schnelllebigen Zeit einiges an Aufwand betrieben, um die Hinterlassenschaften der Vierbeiner für moderne medizinische Zwecke aufzubereiten. Diverse Forschungslabore haben sich darauf spezialisiert Medikamente aus Kuhdung zu entwickeln, da er alle lebenswichtigen Nährstoffe und Mineralien enthält. Darüber hinaus enthält Kuhdung weitere interessante Inhaltsstoffe wie Menthol (Analgetikum und Anästhetikum), Ammoniak (einsetzbar z.B. bei Fieber und Vergiftungen), Phenol (benötigt zur Herstellung von Acetylsalicylsäure), Indol (Grundbaustein vieler Hormone, wie z.B. Melatonin oder Serotonin), Formalin (keimtötend und Bestandteil vieler Impfstoffe). Und so ergibt sich aus diesem natürlich vorkommenden Gemisch an Inhaltsstoffen die Fähigkeit eine große Bandbreite an Krankheitserregern zu eliminieren.
Bei der Herstellung der Medikamente wird darauf geachtet, dass nur der Dung einer glücklichen und biologisch ernährten Kuh zur Weiterverarbeitung genutzt wird. In einem simplen aber aufwendigen Verfahren wird der Kuhdung über mehrere Tage an der Luft getrocknet und anschließend stark erhitzt. Das nun übrig gebliebene Pulver wird dann mit medizinischen Kräutern angereichert.
Effekte wie die Beseitigung von Hautkrankheiten, Linderung von Epilepsie und Stillung von Blutungen werden derartigen Medikamenten nachgesagt.
Eine weitere und höchst Interessante Eigenschaft des Kuhdungs wird in den vedischen Schriften, die heilige Schrift des Hinduismus, beschrieben: Die Reduzierung radioaktiver Strahlung.
Diese Eigenschaft faszinierte derart, dass nach der Katastrophe von Tschernobyl eine Gruppe junger Wissenschaftler mit einer speziellen vedischen Feuertechnik experimentierte. Ergebnis dieses Experimentes war eine deutliche Reduzierung der Radioaktivität in unmittelbarer Umgebung der Feuerstelle.
Sie sehen also, schon allein wegen der Vielfältigkeit der Anwendungen und seines natürlichen Ursprungs kann Kuhdung als Heilmittel durchaus seinen Platz in der modernen Heilkunst finden.
