Der kreisrunde Haarausfall, auch als Alopecia areata bezeichnet, ist die zweithäufigste Ursache von Haarverlust.
Diese besondere Form des Haarausfalls tritt plötzlich und akut auf. Da wo vorher noch Haare wuchsen, bilden sich in kurzer Zeit, kreisrunde kahle Stellen. Zuerst sind die Kopfhaare betroffen, jedoch auch Haare an Teilen des Körpers können von Alopecia areata befallen sein. Barthaare, Wimpern, Augenbrauen oder Körperhaare. Diese Krankheit kann in jedem Alter auftreten, und befällt Männer sowie Frauen. Schmerzen, Juckreiz oder andere Beschwerden bestehen nicht. Ungefähr eine Millionen Menschen leiden in Deutschland darunter.
Es sind noch keine wissenschaftlichen Ergebnisse vorhanden, woher die Ursache des kreisrunden Haarausfalls kommen kann. Diese Form ist häufig von einer Entzündung begleitet. Deshalb wird als Ursache eine Autoimmunerkrankung vermutet. Immunzellen, die sonst die Aufgabe haben Pilze, Viren und Bakterien fernzuhalten, richten ihre Aktivität gegen die Zellen, der sonst so widerstandsfähigen Haarwurzeln. Die Folge ist kreisrunder Haarausfall.
Auch Amalgam-und Quecksilbervergiftungen oder genetische Veranlagungen können die Ursache sein. Selten wird eine organische Krankheit in Betracht gezogen. Ernährung und Vitaminmangel führen ebenso nicht zum kreisrunden Haarausfall.
Die Chancen für die Regeneration sind groß, meist kann er gestoppt- oder rückgängig gemacht werden. Tritt der Ausfall an Schläfen oder Stirn auf, ist er meist endgültig. In einigen Fällen wird das Haar nur abgestoßen, ohne die Wurzel zu beschädigen. Dann ist ein Nachwachsen der Haare nach Monaten wieder möglich. Zuerst sind sie sehr dünn und farblos, doch mit der Zeit erhalten sie die normale Haarfarbe wieder.
In manchen Fällen verursacht die Krankheit ein Kommen und ein Ausfallen der Haare über Jahre, dann ist die Chance für ein Nachwachsen gering. Bei 30% fallen die Haare ganz aus und ein Rückgang ohne Behandlung ist dann nicht mehr möglich.
Nach Untersuchungen der Gewebeprobe, zeigen betroffene Stellen entzündliche Veränderungen. Eine schnelle Maßnahme ist dann erforderlich. Wichtig ist der sofortige Beginn der Behandlung, je länger der Patient wartet, umso geringer ist der Erfolg.
Kortisonhaltige- oder durchblutungsfördernde Haartinkturen sollen das Haarwachstum wieder anregen.
