Heuschnupfen zählt zu den störendsten, zugleich aber verbreitetsten Krankheiten der heutigen Zeit. Dabei ist es der im Frühjahr beginnende Pollenflug, der Allergikern den Alltag oft um ein Vielfaches erschwert: rote, geschwollene Augen und häufiges Niesen sind die Symptome der überreizten Schleimhäute, auch Atemwegsbeschwerden gehen oft damit einher. Leider kann die Heilung einer Pollenallergie nicht durch das einfache Verschreiben eines Medikaments bewirkt werden, sodass Produkte aus der Apotheke höchstens zur Linderung der Symptome beitragen können. Für Allergiker, die eine dauerhafte Lösung anstreben, ist die Heuschnupfen Immuntherapie daher der einzig wirksame Weg.
Die Heuschnupfen Immuntherapie funktioniert nach dem Prinzip der Impfung: durch regelmäßiges Verabreichen der bestimmten Substanz, auf die der Körper allergisch reagiert, stellt sich nach einiger Zeit eine Senkung der Empfindlichkeit ein. Um das zu verdeutlichen, hilft ein kurzer Blick auf das Wesen einer Allergie. Bei dieser handelt es sich nämlich nicht um eine etwaige Schwäche des Körpers gegen die Substanz, sondern um eine Überreaktion des Immunsystems gegen das Allergen. Um diesen Mißstand im Falle einer Pollenallergie zu beheben, ist es nötig, dem Körper in regelmäßigen Abständen eine schwache Variante des Allergens zuzuführen.
Eine Heuschnupfen Immuntherapie, auch als Hyposensibilisierung bekannt, findet meistens mithilfe einer Spritze statt. Diese wird mit einer minimalen Menge der jeweiligen Substanz gefüllt, sodass das Immunsystem anfängt, sich an die Allergene zu gewöhnen, sodass der Körper schließlich keine Abwehrreaktionen mehr tätigt. Als idealer Zeitpunkt, mit der Therapie zu beginnen, gilt allerdings nicht die Pollenflugsaison selbst, sondern die Zeit danach – üblicherweise im Herbst. Der genaue Startpunkt hängt jedoch von der genauen Allergie ab, da die verschiedenen Pollenarten sich zwar zeitlich überschneiden, aber nicht durchgängig denselben Rhythmus haben. Mögliche Zeitpunkte, mit der Hyposensibilisierung zu starten, liegen also frühestens im August, meistens aber noch etwas später, pünktlich zum Herbstanfang im September.
