Aus dem regelmäßigen aber ungewollten Fasten in der menschlichen Geschichte, als im Frühjahr die Vorräte so gut wie aufgebraucht waren, ist heute das gewollte Fasten entstanden.
Heute wird dieses bewusste Fasten als Heilfasten angesehen, hat keinen religiösen Hintergrund und wird in verschiedenen Varianten ausgeübt: z.B. das Fasten ohne jegliche Nahrungsaufnahme, das Saftfasten, Gemüsebrühefasten, Teefasten u.v.m. Wichtig ist bei allen Methoden, das ausreichende Trinken. Ohne genügende Flüssigkeitszufuhr wird dem menschlichen Organismus großer Schaden zugefügt! Ausgehend von der Tatsache, dass es sich um einen gesunden Menschen handelt bzw. der Arzt die Zustimmung zum Heilfasten gegeben hat, beginnt das Heilfasten mit der Terminplanung. Das Datum soll mit Bedacht ausgewählt werden, private - berufliche relevante Dinge sollen weder am Rande noch in diesem Zeitrahmen stattfinden oder ihre Schatten werfen.
Ideal ist, das Fasten im Frühjahr stattfinden zu lassen. Die Erneuerungszeit der Natur ist für den Menschen, als Teil dessen, geradezu prädestiniert, sich auch zu regenerieren. Im nächsten Schritt wird die Art des Heilfasten je nach Körpergefühl und Gesundheitszustand ausgewählt. Das eigentliche Fasten beginnt gewöhnlich mit ein bis zwei Vorbereitungstagen, an denen die Nahrung auf mehr Ballaststoffe und weniger Fett und Süßes umgestellt wird. Um beim Heilfasten sich nicht mit Hungergefühlen quälen zu müssen, ist es ratsam, eine Darmentleerung durchzuführen. Auf das Fasten folgen einige Aufbautage, leichte Nahrung, um den Stoffwechsel nicht zu überfordern, Verdauungsorgane zu schonen.
